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Streetfotografie und die Rechtsfrage
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Gruppenbild welches Messfeld?? :: Einstellungstipps - Sportfotografie  
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 18 Sep 2008 15:46    Titel: Streetfotografie und die Rechtsfrage Antworten mit Zitat

Street-Fotografie


Was ist Street-Fotografie?

Die Streetfotografie ist ein sehr weit gespannter Bereich der dokumentarischen Fotografie, die sich überschneidet mit Teilen der Portrait- und Event-Fotografie.

Zu eigen ist der Streetfotografie, dass sie ungekünstelt ist (keine Models, ohne gestellte Szenarien), beobachtend das Geschehen um sie herum zum Thema macht und exemplarische Szenen herausgreift, um sie zu dokumentieren. Streetfotografen sind also in erster Linie Dokumentaristen, die das, an dem sie teilnehmen, das um sie herum wirkt und ist, für ihre Fotografie zu nutzen wissen.

Der Anspruch an die Streetfotografie ist sehr unterschiedlich und verändert sich mit der so genannten digitalen Revolution. Er reicht vom Fotografieren auf der Strasse bis hin zu unwiederholbaren und einzigartigen Momenten mit besonderer Grafik, die mit der Aufnahme festgehalten werden. Dabei wiegt der "Inhalt", also die Bildaussage weit mehr als technische Gegebenheiten, wie beispielsweise Bildschärfe, korrekte Belichtung mit Zeichnung in allen Bildbereichen, etc.

Street ist meist direkt und nah, sollte immer authentisch und ungestellt sein. Sie konzentriert sich auf einen bestimmten Aspekt oder Moment, der dann festgehalten wird.
Ein Aspekt, der die Streetfotografie problematisch macht, ist zum Teil die Diskussion um das "Recht am eigenen Bild", sowie die scheinbar grenzenlose Ausweitung des Themas auf alle Bereiche des Lebens. Letzteres ist allerdings auch ihre Stärke.
Hier soll der weit gespannte Bereich der dokumentarischen Fotografie gezeigt werden. Streetfotografie ist also in erster Linie Dokumentation des Gesehenen. Wir wollen "Schnappschüsse", Momentaufnahmen, usw. sehen.

Wenn Deine Freundin oder Dein Freund auf der Strasse für dich posiert, ist das keine Streetfotografie. Auch Fotografie von Models auf der Strasse ist keine Streetfotografie.


Was macht einen erfolgreichen Streetfotografen aus?

Mit die wichtigste Eigenschaft eines Streetfotografen ist, ein Motiv zu sehen, interessante Situationen zu erahnen, den 7. Sinn zu entwickeln, um im hoffentlich richtigen Moment bereit zu sein das Foto zu machen. Der Streetfotograf nimmt seine Umgebung sehr bewusst war - sehen und bewegen ist gefragt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das beherrschen der Technik. Streetfotografen müssen schnell sein. Dazu gehören zum Beispiel, die beste Blende und Verschlusszeit, die beste Belichtung, den für die Aussage beste Bildschnitt, den besten Aufnahmewinkel zu wählen. Das Einstellen technischer Parameter sollte blind und schnell gehen. Lange Zeit zum Überlegen bleibt nicht, denn es handelt sich meistens um Momente, die genauso schnell vergehen, wie sie kommen.


Tips für den Streetfotografen

Sinnvoll ist es vor Ort die Belichtung zu prüfen. Also die Kamera so voreinzustellen, dass unter sämtlichen Bedingungen die Aufnahme gelingt. Also wählt man eine ISO-Einstellung, die selbst in Schattenbereichen eine ausreichend schnelle Belichtungszeit, je nach Brennweite, ermöglicht.

Man denke daran: viele Motive müssen eingefroren werden, das Hauptmotiv bewegt sich sehr oft.

Bsp. ISO 200 oder sogar 400 (immer für möglichst wenig Bildrauschen, solange man es nicht als Stilmittel verwenden möchte). Bei viel Licht geht natürlich auch ISO 100.

Unterbelichten, um das Bild nicht durch zu helle Bereiche (gerade bei Sonne wichtig) schon beim Fotografieren zu "zerstören".

Bsp. - 2/3 Blende unterbelichtet, das verringert auch die Verschlusszeit

Die Blende auf eine relativ offene einstellen. Das fokussiert auf das Hauptmotiv und ergibt eine für Streetaufnahmen angenehme Schärfentiefe.

Bsp. Blende 4 ist sehr gut geeignet

Über Brennweiten lässt sich keine Regel beschreiben. Es gibt Streetfotografen, die bevorzugen wegen der Authentizität Ihrer Fotos die Brennweite 50 mm.
Andere bewegen sich lieber im Bereich von 70-200 mm und wieder andere von 100-400 mm.

Die verwendete Brennweite richtet sich fast danach, wie "skrupellos" ein Streetfotograf ist.
Bei 50mm muss man an das Motiv schon sehr nahe heran. Die Ergebnisse sind dafür sehr authentisch, weil das Bild dem Sehen des Menschen nahe kommt.

Größere Brennweiten erlauben dafür eine Abgeschiedenheit des Fotografen. Er wird vom Motiv kaum bemerkt. Das Bild bleibt ungekünstelt.

Das Richtige muss hier jeder Fotograf für sich selbst finden.


Umgang mit Personen als Hauptmotiv

Dies ist ein nicht ganz einfaches Thema, denn generell gilt "Das Recht am eigenen Bild". Personen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen (Prominente), haben das Recht am eigenen Bild, wenn sie eindeutig zu identifizieren sind.

In der Praxis gestaltet sich das meistens einfacher und unproblematisch. Eine gute Verfahrenweise ist, das Foto zu machen und danach die Person darauf anzusprechen. Dabei hilft ein ungezwungenes professionelles Auftreten. Das Bild wird gezeigt, vielleicht sogar angeboten und bei Missfallen vor den Augen der Person gelöscht. Man muss auch ein Bild nicht haben können. Bei Aufnahmen mit Kindern, die sehr oft hervorragende Motive abgeben sollten immer die Eltern ausfindig gemacht werden. In den meisten Fällen wird man Zuspruch bekommen, denn solche Bilder haben viele Eltern nicht von ihrem Kind.

Die Situation einschätzen und entsprechend damit umgehen ist also die Kunst bei Aufnahmen mit Personen, die das Hauptmotiv abgeben.

Anders verhält es sich bei Aufnahmen, auf denen eine Person oder auch mehrere nur Teil des Gesamtmotivs sind. Hier gilt das Recht am eigenen Bild nicht mehr. Der Übergang ist da leider fließend und wird im Fall der Fälle vom Gesetzgeber unterschiedlich gesehen.

Letztendlich lassen sich selbst bei unauthorisierten Bildern, rechtliche Probleme durch einfaches Entfernen eines Bildes klären. Ein offenes, verständnisvolles, professionelles Verhalten gebietet dies eigentlich.

Streetfotografie muß nicht Personen beinhalten. Es kann auch nur die Dokumentation eines Strassenzugs sein, Tiere, Fahrzeuge, etc.


Fazit

Streetfotografie ist eine spannende, anspruchsvolle Sparte der Fotografie. Selbst am gleichen Ort gibt es immer wieder lohnende neue Motive. Sie fördert die Kommunikation und schult das Sehen. Rechtliche Aspekte werden heißer gegessen als sie sind.

Streetfotografie macht einfach Spass Smile




So, ich hoffe Euch einen kleinen Einblick gegeben zu haben. Die getroffenen Aussagen ergeben sich aus meinen Erfahrungen, decken sich aber auch mit den mir bekannten Streetfotografen. Wenn Fragen sind: fragen. Wenn jemand andere Erfahrungen, Tips, etc. hat, bitte nicht scheuen diese hier kund zu tun.

In diesem Sinne, viel Freude an Euren Streetfotos Smile
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 18 Sep 2008 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht alle meine Bilder sind authorisiert.

Ich habe deshalb aber kein Problem damit, weil es nie in den Jahren nie ein Problem gab. Wie ich persönlich das handhabe steht auch im Text oben.

Und kommt es wirklich mal zu einer Beschwerde, ist das Bild Ruckzuck wieder unveröffentlicht, gelöscht und ich entschuldige mich förmlich.

Niemand wird deshalb in irgendweiner Form bestraft werden, solange man nicht damit Geld verdient.

Bei den meisten Menschen, die ich bisher fotografiert habe ich vorher oder nacher auf mich aufmerksam gemacht. Wenn jemand nicht fotografiert werdne möchte, zeigt er/sie das. Viele wollen sogar fotografiert werden und sind glücklich die Bilder, wenn auch nur klein als mail zu erhalten.

Letztendlich muss jeder natürlich selbst die Entscheidung treffen, ob oder ob nicht Smile
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ad64



Anmeldungsdatum: 30.07.2008
Beiträge: 488
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 19 Sep 2008 9:12    Titel: Antworten mit Zitat

sehr informativ u interessant
ich finde streetfotografie sehr spannend, hab aber noch viel zu viel srkupel
mich in die menge zu stellen und los zu legen..naja muss ja keine face to face bilder werden sondern eher weiter weg
gruß andi
_________________
EOS 450D + EF-S 18-55mm, Sigma EX 10-20mm, EF 50mm 1.8 II

http://www.flickr.com/photos/40702604@N08/
http://a.ad64.ipernity.com
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Minsderin
Gast





BeitragVerfasst am: 19 Sep 2008 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, sehr interessant, vor allem auch die rechtlichen Belange
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marcus2388



Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 315
Wohnort: wörth (bzw. münchen, dank der MVV)

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 6:06    Titel: Antworten mit Zitat

Stefan R hat folgendes geschrieben:
Nicht alle meine Bilder sind authorisiert.

[...]

Niemand wird deshalb in irgendweiner Form bestraft werden, solange man nicht damit Geld verdient.


Das ist so leider schlichtweg falsch.

Würde ich auf deiner Webseite ein Bild entdecken auf dem ich zu sehen bin und sogar das Hauptmotiv darstelle, dann hätte ich die Möglichkeit - insofern das Bild ohne mein Einverständnis dort veröffentlicht wurde - dich zivilrechtlich abzumahnen.

Ich könnte daher eine Mahngebühr selbst festlegen (üblich sind hier je nach Medium 2000-5000 Euro), sowie dich auffordern eine von mir verfasste Verzichtserklärung zu unterschreiben.

Wenn du diesen Forderungen nicht nachkommst, dann bist du schneller in einem zivilrechtlichen Verfahren als Angeklagter als dir lieb ist - das kann sogar beim Eingriff in das Persönlichkeitsrecht in einem Strafverfahren enden - und eh du dich versiehst musst du trotzdem die Mahngebühr + Gerichts- und Anwaltskosten tragen, bist vorbestraft und hast eine 6 monatige Bewährungsstrafe am Bein.


Das alles passiert, wenn du an die falsche Person gerätst.

Und ja: das kann schnell passieren. Es gibt viele Anwälte in Deutschland, die ausschließlich davon leben, andere Menschen abzumahnen. Ich verzichte hier bewusst auf Namensnennung, da ich nicht für Diffarmierung abgemahnt werden möchte, aber bemüh einfach mal google in Sachen "Werbespam" und "Abmahnung von Spamern"... die Leute die sich da hervortun mahnen alles und jeden ab, der ihnen irgendwie die Möglichkeit dazu gibt.

Technisch wird das übrigens immer einfacher - es gibt Webcrawler, sprich: automatisierte Suchmaschienen, die intelligent nach Gesichtern das Internet durchsuchen können.
Sowas wurde zwar entwickelt um vermisste Kinder in der Pornoszene ausfindig zu machen, wird aber jetzt von entsprechenden Abmahnanwälten genutzt.



Also wer sich hier auf so rechtlich dünnes Eis begeben will, dem möchte ich wenigstens zu denken geben:
"Unwissenheit schützt nicht vor Strafe".
_________________
Kameras: Eos 1Ds MK III | Eos 1D MK III
Objektive: 300mm 2,8 IS L | 200mm 1,8 L | 85mm 1,2 L | 24mm 1,4 L | 16-35mm 2,8 L
Licht: Sunbounce Sunswatter | Sunbounce Mini | Profoto AcuteB 600R
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Seepferdchen
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 8:55    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann marcus2388 nur zustimmen. Gerade als Forumsbetreiber ist man dafür verantwortlich, was in seinem Forum gezeigt wird. Auch wenn z.B. gegen das Copyright von einem User verstoßen wird, wird an den Betreiber rangegangen. Ich bin in vielen Foren unterwegs und das ist überall so. Ich würde als User selber davon Abstand halten, Fotos ohne Genehmigung des Fotografierten einzustellen und als Forumsbetreiber dies auch unterbinden. Schnell hat man eine Klage am Hals und das wird dann so richtig teuer.

LG
Katrin
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 9:23    Titel: Antworten mit Zitat

@marcus:

Du sprichst von zwei unterschiedlichen Dingen.

Kein Anwalt, kann jemanden ohne den Kontakt zu der Person auf dem Bild zu haben abmahnen. Einen Kontakt zu der Person im Bild aufzubauen nur anhand des Bildes ist wohl recht schwierig.

Zudem ich ihn dann abmahnen kann, weil er mein Bild dazu überhaupt verwendet hat.

Deshalb hört man davon auch nichts in der Fotoszene. Bzw. das was man da so findet sind alles Fotos, die in irgendeiner Form zu kommerziellen Zwecken verwendet wurden.

Da gibt es sogar den Fall, dass eine Person sich von einer Modelagentur fotografieren lassen hat. Sein Bild auf siener HP zeigt und deshalb zur Unterlassung aufgefprdert wurde. Ja, er der auf dem Foto zu sehen ist, wurde verklagt. Wie gesagt, da handelt es sich aber auch um Kommezielles.




Und eine Privatpersin, die sich im Web wiederfindet, mit einem Streetfoto, würde Dich kontaktieren oder von mir aus auch einen Anwalt einschalten, 2000-5000€ sind da aber deutlich überzogen.
Und zivilrechtlich kannst Du ja nur belangt verden, wenn Du nicht reagierst (was natürlich ziemlich dämlich wäre).

Ich würde selbst einen Anwalt einschalten, der die Sache klärt.

Aber, wie gesagt, in der Fotoszene auf dem nichtkommerziellen Sektor, habe ich noch nie etwas davon gelesen, gesehen oder gehört.


Zuletzt bearbeitet von Stefan R am 20 Sep 2008 10:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 9:31    Titel: Antworten mit Zitat

@Seepferdchen:

Deshalb richten Forumsbetreiber normalerweise geschützte Bereiche ein, die nur nach einer weiteren Anmeldung eines Users per PN (also nicht automatisch) Zugang geähren. Jeder der nicht im Forum registiert ist UND nicht als aktiv teilnehmender User im Forum auftritt, erhält den Zugang zum geschützten Bereich nicht und kann da auch nichts sehen oder lesen.

Das wird in der Regel für "Kinder", "Akt" eingerichtet.

Es wird dann meistens so verfahren, dass unauthorisierte streets, Personen dort reinkommen.

Wenn die Bilder durchgerutscht sind, dann werden sie oft von dem Inhaber gelöscht. Ich tue das übrigens auch und lösche sie wieder von meinem Server, nach ca. 3-4 Wochen.

Damit hält man das Risiko als Betreiber eines Forums und als Fotograf sehr gering.
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marcus2388



Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 315
Wohnort: wörth (bzw. münchen, dank der MVV)

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Servus Stefan,

das Abmahnen von Privatpersonen ist schon im vollen Gang. Es reicht aus, dass du auf deiner kleinen rein privaten Webseite kein Impressum hast und über kurz oder lang wird dir eine Abmahnung in den Briefkasten reinfleddern, die irgend ein darauf spezialisierter Anwalt aufgesetzt hat, weil er ausschließlich davon lebt. Die Kosten hierfür sind tatsächlich schon bei 2000 Euro aufwärts - unabhängig vom Streitwert, sondern maßgeblich als "Mahnungskosten" beziffert.

Gleiches ist ja bei der Abmahnwelle beim illegalen downloaden von MP3s:
Da bekommt man von einer Münchner Kanzlei - ohne Beteiligung der Staatsgewalt - ein Schreiben dass man für jeden illegal gedownloadeden Song 25 Euro Strafgebühr an das Konsortium der Musikindustrie zahlen muss UND 2000 Euro an Abmahnungskosten an die Anwaltskanzlei die das aufgesetzt hat.
Diese Kanzlei arbeitet im Auftrag der Sony BMG und mahnt jährlich 20.000 Privatleute in Deutschland ab.


Um auf die Bilder zurück zu kommen: Es ist leider abzusehen, dass zunehmend fast jeder seine Rechtsschutzversichjerung in Anspruch nehmen will und die Leute immer mehr nur noch über Anwälte regeln lassen. Die Suchmaschienen die intelligent das Internet durchforsten können tun ihren Teil dazu bei und eh man es sich versieht, hat man Ärger auf den man sehr gut hätte verzichten können.
Ich wurde schon ein mal abgemahnt, weil ich in einem Forum ein Bild von jemandem veröffentlicht habe. Die Sache ist für mich nur einzig aus dem Grund gut ausgegangen, weil dieser Jemand als Mitglied unseres privaten Forentreffens durchaus davon ausgehen konnte dass bei einem privaten Treffen von Leuten aus einem Internetforum für Fotografie durchaus ein Foto von ihm in diesem Forum landen kann.
Wäre das Bild vor dem Restaurant - sprich vor dem Usertreffen entstanden, hätte mich der Spaß 2000 Euro gekostet, das hat mir auch unser Anwalt bestätigt.

Man sollte daher schon aufpassen von wem man Bilder einstellt - es gibt immer mehr unsympatische Zeitgenossen in dieser Gesellschaft.


Ahja, ich kenne übrigens viele Fotografen, die eine spezielle Webseite benutzen, um automatisch testen zu lassen, ob irgend jemand im Internet ihre Texte kopiert. Wenn dem so ist - und das passiert oft - mahnen die auch mit mindestens 2000 Euro ab.
Dieser automatische Webseiten-Textabgleich ist sogar kostenlos und erstaunlich effizient.
_________________
Kameras: Eos 1Ds MK III | Eos 1D MK III
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Licht: Sunbounce Sunswatter | Sunbounce Mini | Profoto AcuteB 600R
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Danke in jedem Fall für Deine Reaktion.

mp3, etc. ist etwas anders gelagert, und da kann ich es auch verstehen. Denn das ist kommerziell und illegal.

Impressum ist eine Frechheit, wird aber leider vom Gesetzgeber gefordert, also ist es auch legitim Website-Besitzer entsprechend anzumahnen.


Ansonsten gebe ich Dir recht. Man sollte da nicht leichfertig sein. Ich habe aber auch keine Angst davor. Diese Abmahnwelle zur persönlichen Bereicherung der Anwälte ist ja schon lange im Gespräch, auch bei unserem Gesetzgeber. Und erste Schritte, das zu unterbinden sind ja schon im Gange.

Mal sehen, was die Zukunft bringt.
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Aber nochmal zu eine praktikalblen Verfahrensweise.


Für viele meiner Bilder gerade von Kindern habe ich Kontakt zu den Eltern hergestellt und sie vor Ort um Erlaubnis gefragt. In der Regel erhalten die sogar ein Bild in groß zum Ausbelichten und sind bisher immer begeistert. Ich sage denen auch, daß ich sie in einem Fotoforum zeige. Und meine Karte bekommen sie auch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anwalt zur persönlichen Bereicherung den Kontakt zu der betreffenden Person im Bild herstellen kann ist verwindens gering. Ebenso, daß die Person sich wiederfindet.

Bei Menschen, die ich nicht kontaktiert habe, stelle ich das Bild ein und es fliegt nach einiger Zeit einfach wieder raus.

Weshalb fotografiere ich so etwas? Es ist Zeitgeschehen und die Bilder werden erst in Jahren wirklich interessant. Es gibt jede Menge Fotobücher, die Zeitgeschehen zeigen. Selbst wenn ich mal nicht mehr bin, soll von von mir aus ein "Nachkomme" meine Bilder in so einem Buch veröffentlichen. Und dann ist es Zeitgeschehen und unproblematisch.

Ich sammle meine Bilder sogar dafür.
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Seepferdchen
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich die Leute darauf hinweise und frage, ist das ja in Ordnung (wobei du das im Ernstfall nicht nachweisen kannst). Es ging ja um das Zeigen von Personen, die ihre Einwilligung nicht gegeben haben. Ich wäre da extrem vorsichtig.

Und glaub mir, es gibt genügend Anwälte, die sich auf solche Sachen spezialisiert haben. Die verdienen sich eine goldene Nase damit.

Ich für meine Person würde ohne Einwilligung der fotografierten Person nie Bilder veröffentlichen. Einfach schon aus Höflichkeit des anderen gegenüber. Ich selber würde es nicht wollen, wenn ohne mein Wissen Fotos von mir im I-Net gezeigt werden. Auch wenn man sich in einem Forum anmelden muss, kann dies ja jeder machen und es ist kein privater, kleiner Rahmen mehr. Im Prinzip ist es nichts anderes, als wenn ein Berufsfotograf Portraitbilder in seinem Schaufenster aushängt. Dies darf er auch nur mit Erlaubnis der fotografierten Person.

LG
Katrin
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Oli
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich selber würde es nicht wollen, wenn ohne mein Wissen Fotos von mir im I-Net gezeigt werden. Auch wenn man sich in einem Forum anmelden muss, kann dies ja jeder machen und es ist kein privater, kleiner Rahmen mehr.


Das würde ich auch nicht wollen.Besonders nicht wenn das ganze in einer Lage passiert die für mich unangenehm ist.Z.B.:Meine Freundin macht mit mir schluss und ich renne heulend die Straße hinunter.Ist vielleicht ein schönes Foto mit emotion und allem drum und dran.Aber sowas möchte ich nicht öffentlich in einem Forum sehen Shocked Und dazu würde ich auch nicht mein Einverständnis geben.

Ich denke mal das ganze hat schon seinen Reiz, vorallem weil nix gestellt ist.Aber die Leute sollten schon gefragt werden bevor es veröffentlicht wird.

Ich wohne in Frankfurt und wenn ich da einmal über den Römer laufe, bin ich mindestens auf 3 Fotos von irgendwelchen japanischen Touristen Very Happy
Und bin bestimmt auch in Japan in einem Fotoforum weil ich durchs Bild gelaufen bin Very Happy Aber ich bin nicht das Hauptmotiv und es wurde auch in keiner besonderen Situation abgelichtet.In diesem Fall ist es mir egal wenn ich verschwommen das Bild verunstalte Very HappyVery Happy

Oli
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Stefan R
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Oli hat folgendes geschrieben:
... Aber ich bin nicht das Hauptmotiv und es wurde auch in keiner besonderen Situation abgelichtet....


Bist Du Dir da sicher Wink


Verfängliche Bilder würde ich nie zeigen !!!


Noch ein schönes Bsp. ist: ein Mann ist auf Dienstreise und kommt öfters an den Ort. Dort lernt er ein hübsches Mädel kennen, und er wird dabei fotografiert, wie er ausgiebigst mit dem Mädel flirtet (wäre ja ein lohnendes Motiv. Ich habe so ein Bild, es aber noch nie gezeigt). So und das Bild landet in der Öffentlicheit und seine Frau wird zufällig darauf aufmerksam .......

Rummmmms Smile

Nein nein. sowas darf niemals passieren. Deshalb muss man da sehr sorgfältige Entscheidungen treffen.
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Oli
Gast





BeitragVerfasst am: 20 Sep 2008 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bist Du Dir da sicher Wink


Ganz sicher Very Happy

Zitat:
Verfängliche Bilder würde ich nie zeigen !!!

...........

Nein nein. sowas darf niemals passieren. Deshalb muss man da sehr sorgfältige Entscheidungen treffen.


Habe auch ja nicht von dir geredet Wink So wie ich dich bisher hier "kennen lernen" durfte, bist du nicht die sorte Mensch die so etwas unüberlegt macht.
Natürlich kann man immer nur von sich selber ausgehen aber ich denke das es da auch schwarze Schaafe gibt die nicht den Mensch sehen und was sie ihm damit antun können, sondern nur das Foto.
Und sowas finde ich dann nicht besonders.

Wenn das ganze dann mit der Person besprochen wird und auch erlaubt wird sehe ich darin kein Problem und finde es dann auch ein schöne Sache.Solange eine positive Stimmung festgehalten wurde:D

Wenn es eine weinende Frau sein muss, dann bitte gestellt....

Gruß Oli
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